Quelle: Top hotel, 15. April 2011
Klage und Gegenklage: Nach dem überraschen Rückzug von Shangri-La Ende Februar bei einem 297-Zimmer-Neubau in Wien geht es hinter den Kulissen mit juristischen Bandagen zugange. Einem Bericht des „Standard“ zufolge will Projektentwickler und Bauherr BAI eine Schadensersatzklage gegen Shangri-La starten. Die asiatische Hotelkette will dem Bericht zufolge die bisherigen Aufwendungen zurückerstattet haben (angeblich acht Mio. Euro) und auf Kreditrufschädigung klagen.
Shangri-La hatte kurz vor der für Anfang Mai geplanten Eröffnung die Reißleine gezogen, den Betreibervertrag (laut Zeitungsbericht rund fünf Millionen Euro Pacht pro Jahr) gekündigt und alle Mitarbeiter entlassen. Grund sollen immer wieder neue Bauverzögerungen sein. Nun kann das Luxushotelprojekt in bester Wiener Lage für rund 110 Millionen von der Flick-Privatstiftung gekauft werden. Bis 30. September habe die Familienstiftung des verstorbenen Industriemagnaten Karl Flick ein Vorkaufsrecht.
Derzeit wird offenbar ein neuer Betreiber gesucht. Ein Vertragabschluss stehe in den nächsten sechs Wochen an, heißt es.